Unsere Geschichte

Das Projekt wurde 1975 im New Yorker Justizvollzugssystem gegründet. Insassen des Strafvollzugs Greenhaven wollten das Klima der Gewalt im Gefängnis ändern und wurden gebeten, jugendliche Straftäter zu beraten. Gemeinsam mit der örtlichen Gruppe der Quäker (eine traditionelle Friedenskirche) entwickelten sie ein „Alternativen zur Gewalt Training“ (Alternatives to Violence Project (AVP)). Nach diesem ersten Seminar breitete sich das Projekt schnell in den USA und Kanada aus, manchmal durch die Quäkertreffen in den Gefängnissen, zumeist aber durch Mundpropaganda. Für einige Jahre lag der Fokus auf der Arbeit in den Gefängnissen. Ziel der Arbeit war es, die Gefängnisinsassen in der Reduzierung der hohen Gewalttätigkeit im Strafvollzug zu unterstützen. Mit einem Training, das auf Nachfrage zweier Bewährungshelfer für ehemalige Gefängnisinsassen organisiert wurde, begann dann die Arbeit in Gemeinden. Straftätern auf Bewährung sollte Unterstützung in den Problemen, deretwegen sie straffällig geworden waren, angeboten werden; gleichzeitig sollte aber auch Verständnis in der Gemeinde für die Probleme erreicht werden. Darum waren in diesem Training andere Menschen willkommen, und aus der gemischten Gruppe entstand eine neue Gemeinschaft. Dies bildete den Auftakt zu Trainings, die es auch Menschen außerhalb des Strafvollzugs ermöglichen, sich mit alltäglicher Gewalt auseinander zu setzen. Dabei ist die Definition der Gewalt individuell sehr verschieden und jede/r Täter sowie auch Opfer.

Die weitere Ausbreitung des Projektes geschah dadurch, dass Menschen verschiedener Staatsangehörigkeiten das Projekt in den USA und Kanada kennenlernten und in ihren jeweiligen Heimatländern einführten. So ähnlich geschah dies auch in Deutschland. Seit 1993 bietet das Projekt hier unter der Bezeichnung „Projekt Alternativen zur Gewalt“, kurz PAG, Kurse an. In Süddeutschland entstand eine Schwesterorganisation mit dem Namen „Power for Peace (PfP) e.V.“ (www.powerforpeace.de).

Im Aufbau und der weiteren Arbeit wurde (und wird) das Projekt durch die „Religiöse Gesellschaft der Freunde (Quäker)“ unterstützt. In dem Projekt arbeiten aber Menschen aller Glaubensrichtungen und Atheisten. Die Trainerinnen und Trainer von PAG arbeiten dabei alle ehrenamtlich.


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